Über mich

MEIN ZUHAUSE LIEGT IN DER VERBINDUNG

Ich bin in einer bunt gemischten Familie in Kroatien und Deutschland aufgewachsen. Dadurch war ich schon immer in Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und Wertvorstellungen. Ich habe viele Länder auf der ganzen Welt besucht und bin Menschen verschiedenster Herkunft und Weltanschauung begegnet. Darin liegt meine persönliche Grundlage für Offenheit, Toleranz und gegenseitige Wertschätzung. Seit 2010 lebe ich in Warschau.

PERSÖNLICHER VERLUST

Im Jahr 2015 ist mein Kind während der Schwangerschaft gestorben. Diese Erfahrung hat mich tief geprägt und viele Veränderungen in meinem Leben eingeläutet. In dieser Zeit habe ich zum ersten Mal selbst erfahren, wie verletzlich man als Trauernde/r ist und wie andere Menschen mit hilflosen Kommentaren zusätzlichen Schaden anrichten können.

Die größte Herausforderung war für mich, Vertrauen in meine eigenen Gefühle zu finden, meine Bedürfnisse zu spüren und mein Handeln nach ihnen auszurichten.

Erst nach einigen Jahren habe ich gelernt, offen über meine Erfahrungen und Gefühle zu sprechen und sie mit Anderen zu teilen. Auf meinem Weg haben mich Menschen begleitet, deren angstfreier und liebevoller Umgang mit meiner Trauer das größte Geschenk für mich waren.

ERFAHRUNGEN UND FUNDAMENT

Ich habe Kulturwissenschaften in Hildesheim, Zagreb und Bologna studiert. Aus dieser Zeit stammt mein Interesse für verschiedene Erzähltechniken und Rituale als kulturelle Praxis. Ich habe gelernt, wie künstlerischer Ausdruck uns helfen kann, unsere Gefühle und uns selbst besser zu verstehen.

Seit über 10 Jahren arbeite ich in der Medienbranche und habe mich als Filmproduzentin auf animierte Kinderfilme spezialisiert. Hier habe ich gelernt, in komplexen Situationen Struktur zu schaffen. Ich vertraue meiner Kreativität, um unkonventionelle Lösungen zu finden.

Ich bin ausgebildete Trauerbegleiterin. 2019 habe ich den Kurs „Krankenhausseelsorge und Trauerbegleitung“ in Heidelberg abgeschlossen. Hier konnte ich nicht nur wertvolles Wissen sammeln, sondern auch meine eigene Haltung als Trauerbegleiterin definieren.

Meine größte Stärke besteht darin, mich einfühlsam auf mein Gegenüber einzulassen. Wenn wir uns begegnen, so schenke ich Dir meine ganze Aufmerksamkeit.

TOD UND TRAUER MITTEN IM LEBEN

Seit 2018 bin ich ehrenamtlich im Hospiz tätig und begleite Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt. Regelmäßig treffe ich mich mit Bestattern, um deren besondere Aufgabe besser kennen zu lernen. Ich bin mit vielen Menschen vernetzt, die sich in ihrer täglichen Arbeit um Sterbende und Tote kümmern. Die Begegnung mit dem Tod macht mir immer weniger Angst.

Ich möchte dazu beitragen, dass über Tod und Sterben offener geredet wird. Nur dann können wir lernen, Trauernde besser zu unterstützen.

BLOG UND PODCAST

Auf meinem Blog Sprawy Ostateczne schreibe ich (auf polnisch) über Themen rund um Sterben, Tod und Trauer. Im gleichnamigen Podcast führe ich mit verschiedensten Mensche Gespräche über Abschied und Endlichkeit. Unter dem Namen Sprawy Ostateczne findest Du mich auch auf Facebook und Instagram.

Hier kannst Du noch mehr über mich und meine Arbeit erfahren:

Auf deutsch

Trauerbegleiterin? Ich will das lernen
Polskie Radio 22.7.2019

In english 

My Second Home Poland – an interview with Anja Franczak
IMI Radio 29.10.2019 

Po polsku

Zawód: Towarzyszka w żałobie
Magazyn Radia TOK FM 2.11.2019 

Jak zostaje się towarzyszką w żałobie
Czat Czwórki – Polskie Radio Czwórka 1.1.2019

Alma znaczy dusza
Tygodnik Powszechny 44/2019

Taśmy kooperatywy w/ Anja Franczak
Radio Kapitał 21.9.2019

Wykrzycz mi swój ból.
Jak matka, która straciła dziecko, chce nauczyć innych rozmawiania o śmierci
Newsweek 37/2019

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